Selbsterkenntnis

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Die Furcht vor der Verantwortung begünstigt die Flucht
in die Abhängigkeit.

Erich Limbach

Herzlich Willkommen

Ich esse, ich schlafe, ich arbeite und ich verliebe mich. Ich pflege Freundschaften und kreiere Wichtigkeiten. Bin Tochter, Kollegin, Partnerin und werde Mutter. Bin eingebunden und beschäftigt. Gehöre dazu und habe gehört, dass das Befriedigung schafft.

Hier stimmt was nicht.

Weder fühle ich mich satt, noch befriedigt noch bedeutend. Ich sehe die Belanglosigkeit im vermeintlich Wichtigen und trotz Eingebundensein, spüre ich keine Verbindung.

Hier fehlt etwas.

Ich mache jahrzehntelang Selbsterfahrung. Gehe in Therapien, lasse mich beraten und coachen. Lerne selbst, völlig ambitioniert, die eine oder andere Methode und stelle fest:

Das ist es nicht.

Ich halte mich für überzogen, festgefahren und nachtragend. Esse, schlafe und arbeite weiter. Führe meine Rollen aus, zweifle am Sinn des Lebens und ahne verborgen:

Hier fehle ich!

Ob Sie „nur“ unglücklich verheiratet oder im falschen Job sind. Allergien Sie quälen oder Sie sonstige Symptome haben. Ob Unfälle Ihr Leben begleiten oder Ihr familiäres Umfeld Sie zum Wahnsinn treibt. Vielleicht haben Sie auch einfach nie genug oder fühlen sich inmitten 100 Menschen einsam. Ob Sie eine Substanz missbrauchen oder Dinge anhäufen, Menschen sammeln oder Bücher, Ihren Körper ruinieren oder permanent im Stress sind, die Karriereleiter emporsteigen und es mit zunehmender Höhe leerer in Ihnen wird, Sie vor dem Burnout stehen oder sich eine Serie um die andere reinziehen. Es ist nie genug! Nie genug! Es ist NIE GENUG, solange Sie nicht bei sich selbst angekommen sind!

Selbsterfahrung, so meine Erfahrung, heißt nicht automatisch Selbstbegegnung!

Ohne Begegnung mit Ihrem Selbst, bleiben Sie jedoch heimatlos.

Realistisch betrachtet, sind Sie ein Bündel aus Strategien und Verhaltensmustern geworden. Als wer Sie gedacht waren, existiert höchstwahrscheinlich nur noch als verblasste Idee, über die sie vielleicht im Geheimen sinnieren. Oder als „Spinnerei“ im Kopf, über die Sie mit vertrauten Menschen zu reden wagen, wenn Sie Glück haben. Womöglich haben Sie gar keinen Zugang zu dem Ort, der sie tatsächlich sättigt. An dem es GENUG ist. Wo sie sich autonom und verbunden fühlen und woraus Sie aus dem Vollen schöpfen. Ich spreche hier nicht über die zu Tode geredeten Potentiale und besten Versionen Ihres Selbst, sondern von Ihrem GESUNDEN Selbst, so wie es gedacht war. 

Ihr gesundes Selbst ist gebend ohne sich aufzugeben. Liebend, ohne sich zu verstricken und im Kontakt mit sich und anderen Menschen. Es ist gesättigt, entspannt und klar. Neugierig und wohlwollend, außerdem standhaft im Umsetzten und fokussiert ohne zu fixieren. Ihr gesundes Selbst ist frei TROTZ Eingebundensein und eingebunden, trotz Freiheit. Der Körper eines gesunden Selbst ist von Natur aus vital und dennoch zur Ruhe fähig. Ihr gesundes Selbst erfreut sich über eine vitale Libido ohne diese zu missbrauchen und es macht sie schööön, denn im wahrsten Sinne, kommt Schönheit von Innen. 

Womöglich aber ist Ihr gesundes SELBST vergraben. Es schläft hinter Schichten über Schichten von falschen Angaben über WER Sie sind. Es steckt hinter Konditionierungen und Erziehung, hinter Rebellion und Abgrenzung. Deckt sich mit Regeln genauso zu, wie mit Erwartungen und wird von Tabus, die Sie seit frühester Kindheit mit sich herumtragen, gehindert, sich zu zeigen.  

Aber es wartet,… wenn auch unbemerkt, auf Ihre Erlaubnis, sich zu leben.

Wollen Sie Ihr gesundes SELBST leben, müssen Sie KÄMPFEN. Ja, ich verwende das Wort kämpfen, denn alles andere wäre illusionär. Werbeslogenverwandt, um Ihnen etwas vorzugaukeln, was nicht sein wird. Die Arbeit an sich ist kein Honigschlecken und das meine ich weder pathetisch noch bedauerlich. Sie werden sterben und jeglichen Halt im Außen verlieren, um schließlich zu erkennen, dass dieser in Ihnen ist.

Sicherheit, Verbundenheit, Liebe und Fürsorge, erfahren in einem vitalen Körper,… das sind Sie in Ihrer gesunden Version. Das ist Ihr SELBST, wie es gedacht war und es ist nur eine Entscheidung weit entfernt.